Dominosteine - die süße Verführung im Quadrat

Dominosteine sind süße, kleine Köstlichkeiten in Würfelform, die zum Bedauern vieler überwiegend zu Weihnachten erhältlich sind.

In einer Umhüllung aus Schokolade versteckt sich ein weicher Boden aus Lebkuchen. Darüber liegt eine Schicht sehr fruchtiges Gelee, meistens aus Sauerkirschen oder Aprikosen. Den Abschluss der Dominosteine bildet eine Schicht Marzipan oder Persipan.

Dies sind die Dominosteine, die man üblicherweise im Handel findet.

Das Marzipan der Dominosteine ist eine Masse aus gleichen Teilen geschälter und gekochter Mandeln und Zucker, wahlweise Puderzucker oder auch Zuckersirup. Die Qualität von Marzipan ist höher, je weniger Zucker es enthält.

Dominosteine sind einfach lecker
Leckere Dominosteine zum Essen

Das Persipan der Dominosteine hingegen enthält neben Mandeln auch Pfirsich- oder Aprikosenkerne. Das gibt ihm ein frischeres, nicht so mandellastiges Aroma als Marzipan es hat. Persipan ist ein erfundenes Wort aus dem lateinischen, Persicus für Pfirsich und Marzipan.

Eine andere Variante der Dominosteine wird von Konditoren hergestellt und hat kein Marzipan oder Persipan, sondern nur Lebkuchenteig und Frucht. Diese Meisterstückchen sind oft mit Gelee aus exotischen Früchten wie Mangos, Ananas, Kiwi oder Papaya veredelt.

Eine weitere Variante der Dominosteine sind je nach Saison Äpfel, Birnen oder Stachelbeeren. Diese werden immer nur für eine kurze Zeit angeboten, um die Frische der Dominosteine zu gewährleisten.

Weiße, Milch- oder Zartbitterschokolade hält diese einfach gefüllten Dominosteine zusammen.

Wer hat Dominosteine erfunden?

Der Dresdener Chocolatier Herbert Wendler hat die Dominosteine im Jahr 1936 zum ersten Mal präsentiert. Eigentlich war Herr Wendler Spezialist für feinste Kreationen in Sachen edlen Naschwerks für verwöhnte Gaumen. Er wollte aber auch die normale Bevölkerung nicht vergessen und leckere Süßigkeiten erschwinglich machen für die, die sich echte, teure Pralinen nicht leisten konnten oder wollten. Dominosteine hießen früher auch Notpralinen. Sie waren die Dominosteine damals die günstigsten Naschereien und wurden sehr erfolgreich angenommen.

Naschkatzen verwöhnen mit selbst gemachten Dominosteinen

Damit man auch außerhalb der Weihnachtszeit in den Genuss dieser Schichtpralinen kommt, macht man die Dominosteine am besten selbst. Das klingt schwieriger als es ist.

Für den Teig der Dominosteine benötigt man Mehl, Backpulver, Nelken, Kakao, Zimt, Eier, Zucker, Vanillezucker und Honig. Er sollte locker und luftig sein, nicht so stabil wie zum Bauen von Lebkuchenhäuschen. Nach dem Backen wird der Teig waagerecht halbiert und mit Marmelade oder Gelee nach eigenem Geschmack bestrichen. Die ausgerollte Rohmasse des Marzipans kommt darauf, die zweite Schicht des Lebkuchenteigs wiederum darauf.

Die mundgerechten zugeschnittenen Dominosteine werden nun kurz in geschmolzene Schokolade nach Wahl getaucht, am besten geht dies mit einem Zahnstocher. Auf Backpapier abgelegt, muss man nun nur noch abwarten, bis die Schokolade fest und knackig geworden ist. Sollen selbst gemachte Dominosteine eine andere Form bekommen als den Würfel und eher als Küchlein dienen denn als Praline, nimmt man eine Keksform zum Ausstechen von Herz, Blume oder Häschen zu Ostern.

Überraschende Variationen für neue Gaumenfreuden

Eine nicht ganz so süße Idee für die Dominosteine ist, Zitronen- oder Limonengelee oder die bittere englische Orangenmarmelade zu verwenden und die Marzipanrohmasse mit etwas Zitronensaft zu mischen.

Exotisch werden die Dominosteine, wenn man Kirschmarmelade oder Orangengelee mit etwas Chili- oder Paprikapulver anrührt.

Für Dominosteine mit Alkohol eignen sich Rum oder Grappa in der Fruchtmasse und eventuell auch im Marzipan oder Obstwässer, die der verwendeten Frucht entsprechen. Eine vorsichtige Dosierung ist hier sinnvoll, damit der Geschmack des Alkohols nicht den der Dominosteine überlagert.

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Lassen Sie es sich schmecken!

Dominosteine ein Kinderspiel mit Charakter

Dominosteine sind wunderbar zum Spielen geeignet
Dominosteine zum Spielen

Dominosteine zum Spielen findet man in vielen verschiedenen Ausführungen.

Die schwarzen Steine mit den weißen Punkten kennt jeder. Auch weiße Dominosteine mit schwarzen Punkten sind kein ungewohnter Anblick mehr. Dies sind die klassischen Steine, sie sind 3,5 cm x 2 cm groß und meistens aus Holz gemacht. Auch Kunststoff wird verarbeitet.

Wer es edel mag, kauft Dominosteine aus Glas, Onyx, Marmor oder Speckstein. Die gläsernen Steine kommen aus maschineller Herstellung, während die steinernen oft in sorgfältiger Handarbeit gefertigt werden. Ihren Charme macht das leicht ungleichmäßige Erscheinungsbild aus, und sie sehen nicht nur beim Spielen sehr schön aus, sondern auch als Dekoration auf dem Sideboard oder im Regal.

Ein neuer Trend sind die Dominosteine aus Samenaholz, auch Monkeywood genannt. Dieser Ohrenfruchtbaum wird in Südostasien auf Plantagen gezüchtet. Er bietet ein sehr hartes Holz, das für Schnitzereien aller Art bestens geeignet ist. Es hat eine lebhafte und lebendige Maserung und kann in Farben von hellbeige bis rostbraun variieren. Die Dominosteine eines Spiels aus diesem Material können also alle sehr unterschiedlich aussehen. Die Punkte der Dominosteine sind meist bunt, wobei jeder Ziffer eine Farbe zugeteilt ist.

Besonders kreative Kinder sind stundenlang beschäftigt, wenn sie sich ihr Spiel und die Dominosteine selbst gestalten können. Hierfür gibt es weiße Blankokarten, die bemalt und beklebt werden.

Triomino

Ist das klassische Domino langweilig geworden, bietet das Triomino eine neue Herausforderung. Hier hat man keine rechteckigen Dominosteine, sondern dreieckige. An jeder Seite befindet sich eine Punktzahl, als Ziffer oder Punkte, und man muss zwei oder drei passende Seiten der Dominosteine finden und nicht nur eine, wie bei der üblichen Version.

Domino als Kinderspiel

Kinder und deren Omas und Opas spielen gern Domino mit Jumbosteinen. Diese lassen sich besser greifen. Die Dominosteine sind in etwa doppelt so groß wie die Standardsteine und etwas höher. Spiele aus stabilen Plastikkarten statt Steinen gibt es mit Märchen-, Lern- oder Tierbildern. Für den Garten oder viel Platz auf einem großen Tisch oder einfach auf dem Boden hält die Spieleindustrie richtig große Dominosteine bereit. Aus leichtem Plastik hergestellt, widerstehen sie Wind und Wetter. Die Dominosteine sind zwischen 20 und 30 cm lang, zwischen 10 cm und 15 cm breit und etwa 5 cm hoch.

Das Dominospiel im Grundsatz und als Herausforderung

Das Spiel hat normalerweise 28 Dominosteine, von denen jeder eine andere Zahlenkombination hat. Diese beginnen mit 0/0, der höchste der Dominosteine ist der mit zweimal 6 Punkten. Ein Spielstein mit den Punkten 3 und 4 darf nur an einen weiteren der Dominosteine angelegt werden, der ebenfalls eine 3 oder eine 4 hat. Der Spieler, der als Erstes alle seine Dominosteine anlegen konnte, hat gewonnen. Kann man nicht anlegen, zieht man einen Stein aus dem Stock oder Talon. Es können auch vor dem Spiel alle Dominosteine verteilt werden. Dies bietet sich an, wenn man mit vielen Leuten spielt. Bleibt einer der Dominosteine übrig, so ist dies der Anfangsstein.

Es gibt unendlich viele Varianten dieses Klassikers. Die Werte auf den Steinen können bis zur Doppel-Achtzehn hochgehen, doch diese Spiele sind meist nur aus dem außereuropäischen Ausland zu beziehen.

Solche Spiele haben nichts mehr mit dem Kinderspiel zu tun, sondern erfordert strategisches Vorgehen und gute Konzentration. Wie beim Skat die Karten sollte man sich beim Domino die Dominosteine merken, die die anderen Spieler bereits gelegt und welche Dominosteine sie noch in der Hand haben könnten.